18.06.2013
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Heinrich Schwaiger Haus - DAV - Salzburg

Leistungsbereich(e): Abwasserentsorgung
Kundengruppe(n): Alpine Vereine
 

 

Abwasserentsorgung Heinrich-Schwaiger-Haus - DAV - Salzburg

Das Heinrich Schwaiger-Haus des Deutschen Alpenvereins befindet sich in den Hohen Tauern auf ca. 2.800 m Seehöhe, östlich des Stausees Moserboden, von wo es zu Fuß in ca. 2 Stunden erreichbar ist. Das Heinrich Schwaiger Haus ist von Mitte Juni bis Ende September, also ca. 110 Tage pro Jahr bewirtschaftet. Die Hütte verfügt derzeit über 44 Matratzenlager und 16 Zimmerlager.

Die geplante Abwasserreinigungsanlage besteht aus:

Trockentoiletten
Absetzbecken
Pufferbecken
Tropfkörper
Nachklärbecken
Probenahme- und Sickerschacht
Versickerung
Schlammbehandlung

Die Trockentoiletten bestehen im Wesentlichen aus einem Fallrohr und einem doppelwandigen Edelstahlbehälter unter jeder Sitzstelle. Zweck der Trockentoiletten ist es, die festen Stoffe getrennt von den Flüssigkeiten (Urin) zu erfassen. Die Abwässer aus der Küche, den Waschbecken und den Duschen, sowie der Urin aus den Trockentoiletten werden im Absetzbecken vorgereinigt. Ein Pufferbecken dient zum Ausgleich der Abwasserspitzen. Als biologische Reinigungsstufe wird ein Tropfkörper errichtet. Nach dem Durchlaufen eines Nachklärbeckens kann das gereinigte Abwasser versickert werden. Der anfallende Klärschlamm wird mit einer Filtersackanlage entwässert und zusammen mit dem Material der Trockentoiletten in Rottebehältern mineralisiert, wodurch eine Volumsreduktion um rund die Hälfte erreicht werden kann. Das Material wird nach 2-3 Jahren Rottezeit ins Tal abtransportiert.

Die Situierung der Anlage erfolgt in einem neu zu schaffenden Keller. Durch die Umbauarbeiten muss eine Stütze der Materialseilbahn verlegt werden. In Zuge dieser Bauarbeiten wird auch die Fluchtwegsituation in der Hütte den Erfordernissen entsprechend angepasst. Der Baubeginn ist im Juli 2009 geplant.

Das Büro Steinbacher+Steinbacher ZT KEG übernahm im Auftrag des Deutschen Alpenvereins die Planung, wasserrechtliche Einreichung und Ausschreibung. Weiters wurden die Förderanträge zusammengestellt. Auch die örtliche Bauaufsicht und die abschließende Kollaudierung werden vom Büro Steinbacher+Steinbacher ZT KEG übernommen.

 


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